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Behindert sein oder behindert werden?

Raúl Krauthausen und Ingo Bosse zu Gast bei Planet Wissen

Raúl Krauthausen und Ingo Bosse zu Gast bei Planet WissenDer Autor und Aktivist Raúl Aguayo-Krauthausen ist am 29. Mai Studiogast bei Planet Wissen zum Thema Inklusion. Humorvoll macht der 34-jährige deutlich, was für ihn ein echtes, soziales Miteinander: in der Schule, auf der Arbeit, im Alltag, bedeutet. Als Gründer des Vereins Sozialhelden (www.sozialhelden.de) verfolgt er das Ziel, so vielen Menschen wie möglich zeigen, wie sie unverkrampft mit Behinderungen umgehen können. Dies hat er noch im letzten Semester in einem Vortrag an der Fakultät deutlich gemacht. Als weitere Gäste der Sendung fungierten die Bundesbehindertenbeauftrage Verena Bentele und Prof. Ingo Bosse. Ingo Bosse machte dabei deutlich, dass die sonderpädagogische Professionalität auf dem Weg zur Inklusion nicht verloren gehen darf und verwies darauf, dass Inklusion auch bedeuten kann, dass sich Förderschulen für das gemeinsame Lernen öffnen. Ein bisher noch selten umgesetztes Modell.

Die Erstausstrahlung erfolgt am Freitag, 29. Mai 2015, 15 Uhr.

Die weiteren Sendetermine finden sich unter: http://www.planet-wissen.de/sendungen/2015/05/29-inklusion.jsp


Fachtag der Fachgruppe inklusive Medienbildung

Fachtag der Fachgruppe inklusive MedienbildungHervorgegangen aus einer Tagung an der TU Dortmund ist die Fachgruppe Inklusive Medienbildung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) seit einigen Jahren aktiv. Der diesjährige Fachtag am 12. Juni 2015, 10-16 Uhr findet an der Universität Münster statt.

Das Thema ist die „Verankerung von inklusiver Medienbildung in den Curricula von Bildungsinstitutionen“.

Inputs:

  • Medienbildung und Inklusion in der Lehrerbildung, Joachim Betz und Jan-René Schluchter/ PH Ludwigsburg
  • Minecraft in der medienpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen mit Handicaps, Daniel Zils/medien+bildung.com
  • Norbert Schröder, Berufsbildungswerk Neuwied, Zukunft der inklusiven Medienbildung (bestätigt)

Anmeldungen an Nadja Zaynel: nadja.zaynel@uni-muenster.de


2. Fachtag zum Thema „Barrierefrei Veranstaltungen“ am 23. Mai 2014

GMK

Die GMK wird dreißig! Damit wird das diesjährige GMK-Forum eine besondere Aufmerksamkeit erfahren.

Daher steht auch der 2. Fachtag der Fachgruppe Inklusive Medienbildung der GMK ganz im Zeichen der Barrierefreiheit von Veranstaltungen.

Der Fachtag findet am 23. Mai 2014 an der Universität Paderborn in Raum Q 2.122 statt.  Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Anmeldungen unter: inklusive-medienbildung[at]tu-dortmund.de

Programm

10.00 Uhr
Ankunft & Stehkaffee
10.30 Uhr
Begrüßung
10.45 UhrImpulsvortrag &  Diskussion: Barrierefreie Veranstaltungen im Kontext inklusive Medienbildung (Jun. Prof. Dr. Ingo Bosse)
11.30 UhrPraxisbericht Kompetenzzentrum für inklusive Medienarbeit in NRW (Maria Frahling, Bennohaus Münster)
12.00 UhrInklusive politische Medienbildung im Projekt JuMP (Julia Behr, Haus Neuland e.V.)
12.30 UhrMittagspause
13.30UhrWorkshops (I & II): Einblicke
I: Inklusion und Digitale Medien / Sebastian Hiltner; Julia Behr
II: Kompetenzzentrum für inklusive Medienarbeit in NRW / Maria Frahling
14.30 Uhr„barrierefreie Medienbildungsveranstaltung“
15.30 UhrTreffen Fachgruppe
16.30 UhrENDE

„Anschluss statt Ausschluss – (inklusive) Medienbildung an Förderschulen und im gemeisamen Unterricht

Anschluss statt Ausschluss

Zielgruppenspezifische und inklusive Medienbildung mit Menschen mit Behinderung stellen hoch aktuelle Themen dar. Gleichzeitig existieren weiterhin erhebliche Herausforderungen. Dies gilt für die Praxis ebenso wie für die Forschung.

Das Ziel der Tagung ist ein Austausch darüber, wie innovative Medienbildung konkret umgesetzt und noch stärker verankert werden kann. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Fokus: Welche Zugangsbarrieren zu digitalen Medien bestehen weiterhin? Welche zielgruppenspezifischen Konzepte haben sich bewährt? Wie lässt sich inklusive Medienbildung umsetzen?

Am 23. März stellen rund 50 Institutionen ihre Erfahrungen an der TU Dortmund vor. Vertreten sind wissenschaftliche Einrichtungen und Schulen, Berufsschulen und außerschulische Medienpädagogen. Forschungsprojekte aus Deutschland, Tschechien und aus der Schweiz werden vorgestellt. Zahlreiche Einrichtungen präsentieren neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Rehabilitationstechnologie. Zielgruppe dieser interdisziplinären Tagung sind Menschen mit und ohne Behinderungen, Studierende und Wissenschafler der Erziehungs- und Rehabilitationswissenschaften, der Medienpädagogik, der frühkindlichen Bildung, Lehrkräfte und Therapeuten von aller Schulformen, sowie Erzieher(innen).

Ich lade Sie herzlich zur Teilnahme an der Tagung ein.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.anschluss-statt-ausschluss.tu-dortmund.de

Dr. Ingo Bosse


GMK Forum Nürnberg 2011: Partizipation von Menschen mit Behinderung erstmals Thema

Im November nahm Dr. Bosse am GMK Forum in Nürnberg teil. Das Motto des diesjährigen Treffen der Gesellschaft für Medien und Kommunikation hieß: Partizipation und Engagement mit Netz und doppeltem Boden.

In der Abschlussdiskussion zu den Grenzen pädagogischer Intervention - Anforderungen an Politik und Gesellschaft hatte Dr. Bosse die Gelegenheit zur Partizipation von Menschen mit Behinderung Stellung zu nehmen. Er machte dabei deutlich, dass digitalen Medien vielfach Potentiale für die Förderung gesellschaftlicher und bildungsbezogener Teilhabe zugeschrieben werden. Inklusion und Partizipation sind Herausforderung, Verpflichtung und Aufgabe einer sozialen Gemeinschaft, gegenüber allen Menschen von Geburt an bis ins Alter – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Fähigkeiten. „Ein souveräner Umgang mit Medien wird immer mehr zur Grundkompetenz für Teilhabe und Gestaltungschancen in der demokratischen Gesellschaft“.

Die Tagung wurde von Open Web TV aus Münster begleitet. In diesem Zusammenhang ist auch ein Interview entstanden, in dem Dr. Bosse die Bedeutung der Medienbildung von Menschen mit Behinderung deutlich macht und auf weiterhin vorhandene Partizipationshindernisse hinweist.


Medienbildung für Alle! Interview mit Dr. Ingo Bosse

Im letzten Jahr führte Herr Dr. Bosse das Projekt „Anschluss statt Ausschluss – Medienbildung für Alle!“ durch. Im Fokus stand dabei die Partizipation an modernen Informations- und Kommunikationstechnologien für Menschen mit hohem Hilfebedarf.  Als erster Schritt wurden dazu Computerkurse als Angebot der Erwachsenenbildung in zwei Dortmunder Wohneinrichtungen von Bethel Regional durchgeführt.

Das Interesse an dem Thema ist ungebrochen. Auf EJO – European Journalism Observatory findet sich ein Interview mit Dr. Bosse:

http://de.ejo-online.eu/tag/ingo-bosse

Anfang 2012 werden zwei Veröffentlichungen zu dem Projekt erscheinen:

Anschluss statt Ausschluss! Computerkurse für Alle!

Bosse, Ingo (2012)
In: Medien + Erziehung. Themenheft. Medienpädagogik mit Menschen mit besonderem Förderbedarf. München: Kopaed. (in Druck)

Anschluss statt Ausschluss! Computerkurse für Menschen mit hohem Hilfebedarf

Bosse, Ingo (2012a)
In: Frey, Hermann; Wertgen, Alexander (Hg.): Pädagogik bei Krankheit konkret. Beiträge zur Praxis des Unterrichts an Schulen für Kranke. Berlin, Münster, Wien, Zürich, London: Lit Verlag (in Druck).


TV- Seminar! Felderschließung einmal anders

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Eine aufregende und anstrengende Woche liegt hinter den Studierenden. Sie haben Forschungskooperationen und -Projekte der Fakultät diesmal völlig anders erschlossen. Ein Fernsehmagazin wurde produziert, welches ab dem 23. Mai beim Lernsender nrwsion zu sehen ist.

An die Arbeit mit persönlichem Budget und Leben im Wohnheim bei Bethel.regional sind die Themen, welche die Studierenden filmisch umgesetzt haben. Angeleitet wurden sie von Journalistikstudierenden. Diese durchliefen, gefördert von der Landesanstalt für Medien (LFM) eine Ausbildung zum Medientrainer. Die Kompaktwoche, die vom Lehrgebiet Motorische Entwicklung und Frühe Hilfen (Vertr. Prof. Dr. I. Bosse) verantwortet wurde, stellte die erste Praxisphase im Rahmen der Ausbildung zum Medientrainer dar. Die jungen Fernsehjournalisten zeigten Studierenden unserer Fakultät, was es heißt, eigene Fernseh-Beiträge zu machen, fürs Fernsehen zu texten, zu sprechen und wie Kamera und Schnittprogramme funktionieren. Im Austausch lernten diese wiederum für sie völlig neue Arbeitsfelder der Rehabilitationswissenschaften kennen: Peer to Peer und auch aus Sicht der Zielgruppe. Dabei entwickelten sich engagierte Diskussionen, z.B. wenn es darum ging, wie man den Fachbegriff der Inklusion fernsehgerecht erklärt oder ob ein Leben in einem Wohnheim als uneingeschränkte Teilhabe zu sehen ist.

Am Ende der Blockwoche waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Diskussionen fruchtbar waren und dass sich die Anstrengung gelohnt hat. Die Studierenden unserer Fakultät hoben besonders hervor, dass die Vermittlung von Medienkompetenz sonst im Studium oftmals zu kurz kommt. Dass Sie nun besondere Kompetenzen im Fernsehjournalismus erworben haben, wird unter anderem durch ein Produkt deutlich, welches eine andere Sicht auf das Thema Behinderung offenbart, als die Mainstream Medien. Es wird nicht die einzige Sendung des Magazins „anders“ bleiben.

Im Moment geht es erst einmal darum den diesjährigen Landesmedienpreis zu gewinnen, mit dem herausragende Produktionen gewürdigt werden. Mit dem Ergebnis wird im September gerecht. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Medien hat dazu geführt, dass gemeinsam mit dem Lehrgebiet Motorische Entwicklung und Frühe Hilfen im Wintersemester ein weiteres Medienprojekt angeboten wird: Dann lautet das Thema: Radio in der Schule!


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